Geschichte

Geschichte des Shin-Jitsu

Vor ca. 3000 Jahren gab es erste Faust- und Fußkampfformen in Korea. Wahrscheinlich sind das Soo-Bak und später auch das Taekyon (gelangte nach China unter dem Namen Kwon-Bup) Koreas älteste Kampfsportarten. Aus dem Soo-Bak entstand das Hwarang-Do, welches der Mönch Won Kwon Bopsa gegründet hat, und das Soo-Bak-Ki (chinesisch: Tang-Soo-Do, bezieht sich auf den chinesischen Weg/Stil, Tang kommt von der chin. Tang-Dynastie). Am 9. November 1945 schlossen sich verschiedene koreanische Kampfschulen Tang-Soo-Do, Soo-Bak-Ki, Taekyon-Stile) unter Meister Hwang-Kee zur Korean Soo-Bak-Ki Association zusammen. Im Jahre 1960 wurde der in Korea stationierte US-Soldat Chuck Norris (damals noch Carlos Ray), der bereits einen braunen Gürtel im Judo hatte, von Jae-Chul-Shin, einem Meisterschüler von Hwang-Kee, trainiert. 1968 wird Jae-Chul-Shin von Hwang-Kee nach Amerika gesandt, um dort das Tang-Soo-Do zu verbreiten. Er wird jedoch nicht Leiter der entstehenden US-Schulen.

Am 14. November 1982 spaltet sich der Tang-Soo-Do Verband. Fast alle amerikanischen Schulen trennen sich von Meister Hwang-Kee und ernennen Jae-Chul-Shin zu ihrem neuen Großmeister. Die anderen Schulen um Hwang-Kee nennen von nun an ihr Kampfsystem Moo-Duk-Kwan Tang-Soo-Do.

Tang – Soo – Do in Deutschland

Nach Deutschland kam das Tang-Soo-Do erstmals durch Eduard Matuschek. Die größte Schule ist der World Tang-Soo-Do Association des Großmeisters Jae Chul Shin angeschlossen. Ihr Sitz ist in München unter der Leitung von Klaus Trogemann (Schüler von Jae-Chul-Shin). Die Entwicklung des Tang-Soo-Do in unserer Umgebung ging wahrscheinlich von einem in der Nähe stationierten US-Soldaten namens Marvin Bing Khamis, der ein Schüler von Chuck Norris war, aus.

Marvin Bing Khamis trainierte Detlef Benedetto Stumpf und Manfred L.Rosen in einem von Norris verfeinerten Tang-Soo-Do Stil (weniger Traditionelles, mehr Stile und Techniken werden vermischt). Diese gründen die Kampfsportschulen Sauerland. Ihre Schüler waren Reinhold Aufenberg, Thomas Honsberg, Ralf Ubeländer, Uwe Spielmann, u.a.

Die Kampfsportschulen Sauerland lösen sich auf. Stumpf gründet German Tang-Soo-Do Federation. Thomas Honsberg eröffnet eigenes Dojo und führt dort Tang-Soo-Do bis ca. 1997 fort. Bedingt durch zahlreiche Meinungsverschiedenheiten löst sich Thomas Honsberg endgültig von seinem ehemaligen Meister Uwe Spielmann und gründet mit dem mehrfachen Dan-Träger Andreas Lang das Kyushin-Ryu Shin-Jitsu (übersetzt: Die Fähigkeit, seinen Körper durch den Geist zu lenken).

Shin – Jitsu

Das Shin-Jitsu (Stil Thomas Honsberg) ist eine Kampfkunst, die auf den Grundlagen des Tang-Soo-Do basiert, sich jedoch nicht nur an dessen traditionellen Techniken hält, sondern viele effektive Techniken anderer Kampfkünste in sich vereint (schwerpunktmäßig Jiu-Jitsu, Ju-Jutsu, Judo, Sen-Ki-Do, Kickboxen).

Weitere Meister sind:

  • Dennis Edelhoff (2. Dan)
  • Jürgen Mallasch (1. Dan)
  • Peter Hawlitzki (1. Dan)
  • Sven Davids (1. Dan)
  • Alexander Sahm (1. Dan)
  • Felix Sahm (1. Dan)
  • Sergej Frick (1. Dan)
  • Peter Halfpap (1. Dan)
  • Kai Vieler (1. Dan)